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 "Mama Africa" - Südafrika-Star Miriam Makeba ist gestorben
 
10.11.2008
 
Der afrikanische Musikstar Miriam Makeba ist gestorben. Die 76-Jährige erlitt bei einem Auftritt in Italien auf der Bühne einen Herzinfarkt und verstarb kurz darauf in einer Klinik.
 

Die südafrikanische Sängerin Miriam Makeba ist im Alter von 76 Jahren gestorben.

Die südafrikanische Musikerin Miriam Makeba erlitt bei einem Auftritt in Italien einen Herzinfarkt und verstarb kurz darauf. Die 76-Jährige war nicht nur mit ihrer Musik berühmt geworden, wie dem Song "Pata Pata", sondern galt früher als Anti-Apartheid-Aktivistin.


Wie ihr Manager es am Montagmorgen gegenüber der italienischen Nachrichtenagentur Ansa bestätigt hat, ist Miriam Makeba an einem Herzinfarkt gestorben. Die Musikerin soll bereits seit Jahren an einer schweren Arthritis gelitten aber, wollte aber dennoch nicht an ein Ende ihrer Musikkarriere denken. Sie hatte kürzlich noch an einem neuen Album mit einem der Enkel gearbeitet.


Die am 4. März 1932 in Johannesburg geborene Musikerin wurde in ihrer Heimat sehr geschätzt und von den Menschen liebevoll "Mama Afrika" genannt. Ihre Songs handelten stets über Freiheit, Gerechtigkeit und Völkerverständigung. Als Bürgerrechtlerin hat sie sich ihr Leben lang dem Kampf gegen Unrecht und Rassentrennung in ihrem Heimatland gestellt. Neben ihrer Musik war Makeba auch Schauspielerin, Autorin und Komponistin. Sie erhielt weltweit zahlreiche Auszeichnungen für ihre Musik und Ehrungen für ihr aufopferndes Engagement für die Rechte der Menschen.


Aufgrund des Apartheid-Regimes in ihrer Heimat musste die Künstlerin 31 Jahre ihres Lebens in fremden Ländern verbringen. In den 60er Jahren war sie die erste Sängerin Afrikas, deren Musik auch in westlichen Ländern gespielt wurde. Makeba begeisterte mit ihren Hits, einer Mischung aus Jazz, Protest und Folklore das Publikum seit Jahrzehnten.


Nur das traditionelle Xhosa-Lied Pata Pata wollte sie eigentlich nicht mehr aufführen. Es erschien ihr zu belanglos angesichts der Tragödien, die sich auf der Welt abspielten. Wie auch Wimoweh, ein Lied über die Löwenjagd, das sie 1962 zum Geburtstag von John F. Kennedy sang und das später als The Lion Sleeps Tonight bekannt wurde.



 
 
 

Da sie bei mehreren Auslandsaufenthalten außerhalb von Südafrika öffentlich ihr Engagement publik gemacht hat, durfte sie 1960 nicht mehr in ihre Heimat zurückkehren. Zunächst war Makeba dann in London geblieben. Dort lernte sie Harry Belafonte kennen, den sie mit ihrer emotionalen und kraftvollen Stimme begeistert hat. Er half ihr auch dabei, in den USA musikalisch Fuß zu fassen. Sieben Jahre nach dem Anfang ihres Exils hatte Makeba den Welthit "Pata Pata" veröffentlicht.

Im Jahr 1968 hat die Musikerin den "Black-Power"-Aktivisten Stokely Carmichael geheiratet, wurde danach jedoch aus den USA verwiesen. Makeba hatte dann beschlossen nach Guinea zu gehen und wurde dort mit offenen Armen empfangen. In dem Land hatte sie zudem einen Diplomatenpass bekommen. Nach vielen Jahren im Exil durfte die Sängerin erst 1990 wieder in ihre Heimat Südafrika zurückkehren, da die Apartheid zu zerfallen drohte. Mit dem Tod der Musikerin stirbt eine begnadeten Künstlerin aus Südafrika, aber ihre Stimme wird dennoch weiterleben.

 
    (dpa)
 
   

 
 
 
 

 

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